Gib mir deine Hand. Es wird alles wieder gut. Irgendwann
wird alles wieder gut. Denn diese Welt ist schön. Sie strahlt in ihren vielen
bunten Farben. Die Menschen sind gut, alle wollen sie nur dein Bestes.
Vertrau mir.
Vertrauen, in einer Welt, die sich nichtmal selbst vertraut.
Mutter Natur, Vater Staat, dein Bruder der Zweifel. Skepsis und Misstrauen,
deine täglichen Begleiter. Die Naivität und Unschuld von Einst, nur noch wage
Schatten einer besseren Zeit. Mehr Bewusstsein bedeutet mehr Wahrheit. Und die
Wahrheit tut weh.
Freud sprach von Urvertrauen. Ein Säugling, muss es in den
ersten Lebensmonaten ausbilden. Wohlbehütet von seinen Eltern, um- und
versorgt, entwickelt er eine gewisse Grundhaltung gegenüber der Welt, in die er
hineingeboren wurde. Und wenn nicht?
Dann beginnt das zweifeln spätestens in der Pubertät.
Liebe, Treue, Glaube.
Nur leere Worte, Gegenstände aus verganger Zeit. Tausend
Definitionen, Versprechen brechen.
Vertrauen? Menschen, die nichtmal sich selbst vertrauen?
Einem System, dass sich nach mehr Geld verzehrt? Einer Welt, dessen Fundament,
die Natur, konsequent zerstört wird? Wie Vertrauen wenn nichtmal die Basis auf
festem Untergrund steht?
Wenn die Pfeiler auf die du dich stützt, nichts als
Grashalme im Wind sind?
Globales Misstrauen. Zuviele Missstände. Der Kampf, der
lange Zeit vor deiner Geburt begann, wird auf deinen Schultern ausgetragen. Du
kämpfst für eine Zukunft die Kämpfe der Vergangenheit in der Gegenwart. Sieh
mir in die Augen und vertrau dir.
Niemals.
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