Siebentausenddreihundert Tage, das sind hundertfünfundsiebzigtausendzweihundert Stunden.
Spul sie ab, wie deinen Lieblingssong. Endlosschleife, der Bass dröhnt. Füg sie zusammen. All die kleinen Teile. Setz sie mühselig zusammen.
Stück für Stück.
Damals war alles besser, oder so so ähnlich. Wann genau? Gestern, vorgestern oder doch erst Morgen? Nur Bruchstücke, Puzzleteile, Eindrücke. Über Jahre gesammelt, sorgfältig sortiert und abgespeichert. Zuweilen unwiderruuflich gelöscht und ersetzt. Mitten unter ihnen tiefe, schwarze Löcher. Rauschzustände, für immer verloren. Grenzübergänge, verbotenes Terrain. Hin und wieder ein Funken. Nur eine Millisekunde. Sterne, längst erloschen. Dazwischen nichts als Chaos. Schemen im Nebel. Schatten, Stimmen, Schreie.
Die Zeit heilt alle Wunden, oder so ähnlich.
Narren.
Sie verblassen, erkalten. Was zurück bleibt, bleibt immer. Gut getarnt und wohl gehütet. Unter Panzer und Eis. Scherben, scharfkantig und manchmal nur Splitter. Mit dem bloßen Auge nur schwer zu erkennen. Für immer zebrochen, irreversibel.
Jeder macht mal Fehler, oder so ähnlich. Doch ist es auch noch einer wenn er zum abertausendsten Mal begangen wird? Ab wann wird aus einem Fehler eine Macke? Eine Eigenschaft, individuell und ganz persönlich? Hast du aus ihnen gelernt? Oder bist du heute noch so weit wie damals?
Endlosschleife. Spul zurück, zurück zum Anfang.
Du verbringst Jahre damit die Teile wieder zusammen zu setzen. Nach verloren gegangen Stücken zu suchen.
Lass sie los, das Puzzle bleibt unvollständig.
Hör auf damit.
Hier und jetzt und heute.
Du musst weiter.
Stück für Stück.

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