Dienstag, 30. April 2013

missverständnis.


ich sprach von kafka und vom sich verwandeln, von bukowski und verfall. ich sprach von hesse und vom abschied nehmen, von stufen und vom neubeginn. von der ewigkeit und sie zu überwinden. von anderen galaxien und schwarzen löchern. ich sprach von mir und ihr und dir. davon wie es wohl wäre, wenn es uns nicht gäbe.

ich sang lieder vom draufgehen, vom wiederaufstehen und abgeh´n. ich sang janis, kurt und james. ließ los und mich von der menge tragen. ganz egal wohin, immer weiter nach vorn. ich sang von liebe und vom leiden. davon wie es wäre, wenn es uns nicht gäbe.

ich tanzte teufelstänze, im takt der ewigkeit. nie im gleichschritt, scheiß auf vierviertel, polka, rumba, salsa, samba. ich drehte pirouetten und mich im kreis, im takt der ewigkeit. so als wenn es uns nicht gäbe.

...und nach all den jahren und allem was geschah, schaust du mir in die augen und fragst: entschuldige,wie bitte, was?

Mittwoch, 24. April 2013

bewusst.

"Try to learn to breathe deeply, really to taste food when you eat, and when you sleep, really to sleep. Try as much as possible to be wholly alive with all your might, and when you laugh, laugh like hell. And when you get angry, get good and angry. Try to be alive. you will be dead soon enough."

-Hemingway
 Kein Gefühl der Welt ist so grausam wie ohne Gefühl zu sein. Nichts lässt sich schwerer ertragen als diese stumpf-schöne Leere. Dieses eine Level, auf dem alles irgendwie so an dir vorüberfließt. Dieses passiv-destruktive Dasein, kontinuierlich monoton. So what? I don´t care.

So bequem und so schön angenehm. Erstarrt, kühl, grazil. Hier geh ich nicht mehr weg, hier bleib ich.
Ihre Pfeile treffen dich nicht, Nichts und Niemand wirft dich aus der Bahn.
Schwebst auf deiner Wolke da oben, unnahbar, einsam, eigentlich nicht da.

Sie lächeln und sie schreien. Sie weinen und sie wüten. Sie hassen und sie treten.
Du nicht, du schwebst.
Auf deiner Wolke da oben, unnahbar, einsam und eigentlich nicht da.

Du entfernst dich, Fremder. Weit weg, und weiterhin konsequent monoton.
Halt an, mein Freund. Bleib hier, bei mir.

Und du lächelst und du schreist. Du wütest und du weinst. Du hasst und du trittst.
Du wusstest nicht warum und wie es dazu kam. Wusstest nicht wer und wann das war. 
Unnahbar, einsam und eigentlich nicht da.

Hass mich, schlag um dich, wein nicht, ich liebe dich. 
Tanz und kreisch, lach mich aus, hör auf, hau drauf.
Heul und fluch ganz ungeheuerlich, verzeih mir und umarm mich.
Alles, mein Herz, nur nicht diese stumpf-schöne Leere. 
Dieses eine Level, auf dem alles irgendwie so an dir vorüberfließt.


Sonntag, 21. April 2013

Frei.


Ich lass dich frei.
lass dich fliegen,
Ich lass dich los,
lass dich steigen.

Ich lass dich frei. Dich und deine elende Art. Zu lachen und zu reden. Zu rauchen, im tödlichen Dunst. Zu sehen, im dichten Nebel. Dich und dein "Ich liebe dich". Wenn du mir traust, völlig aufgebraucht. Ganz sicher "nie wieder abhaust".
Ich lass dich gehen. Dich und dein "Für immer". Nach allem was geschah. und niemals wieder passiert.
Dich und deine Angst. Vor dir selbst und einem potentiellen "Wir". Vor mir und meiner Kraft. Zu wachsen, hoch zu steigen.

Ich lass dich frei. So frei wie wir nie waren. Wovon wir träumten, niemals aufhörten. So frei, wie die Angst, die uns bestimmte. Egoistisch, tödlich masochistisch. 
Ich lass dich gehen, wie den Winter in uns. Es ist Zeit, mein Herz. Ich lass dich gehen, des Weges ziehen, halbtot auf zwei Beinen. 
Verzeih mir.

Ich lass dich frei. Endlich und Für immer. Am Wenigsten für dich und am Meisten für mich selbst. Für das Feuer, das schon damals erlosch. Und die Tränen, die niemals flossen. Für die Worte, die wir niemals sagten und die Liebe, die wir ahnten. Für so etwas wie eine Zukunft, ganz vielleicht ganz bald.

Denkst du manchmal noch an mich? Nur mal zwischendurch und nur ein wenig?