...Und sie spielen immer wieder dieselben Töne und Noten, Melodien, Harmonien und Symphonien. Immer wieder dieselben Lieder, vom Durchhalten, Mitmachen, Loslassen. Vom Aufstehen, sich um sich selbst drehen, vom Ausrasten und Weglaufen, vom Angst haben und kaputt machen. Vom Ende und vom Neuanfang. Von Zeiten, stürmisch wie die See und Nächten, schwarz wie deine Seele. Von Tagen, endlos wie das Universum und Menschen, zebrechlich wie Porzellan. Liedermelancholie, Lieder der Nostalgie. Lieder, die Berge versetzen und die Arktis schmelzen.
Wie oft hast du zugehört, dem Song deiner Wahl? Dem Sänger, der die Zeilen hinausschreit? Und wie oft hast du verstanden? Erlebt, das Gesagte? Gefühlt, das Verhasste? Zugelassen, das Bekämpfte? Wie oft hast du dich gewehrt? Gefüchtet, vor dem Unbekannten, Ungenehmen, Ungeheuren? Geflohen in die Bequemlichkeit der stillen Existenz? Und dennoch Lieder gesungen, von Helden die taten und nicht bloß sagten. Von Veränderung und wie bedeutsam sie für Menschenleben ist? Wie oft hast du geschwiegen und nur zugehört? Geträumt, von einem Leben, besser als bisher? Um dann wieder aufzuwachen, schweißgebadet und aufgeregt? Erzählt von Leid und Pein, dass du niemals fühltest? Aus Angst vor den Konsequenzen? Aus Angst vor den den Dämonen in deiner Brust? Wie oft hast du geflüstert um sie nicht zu wecken? Getrunken um schnell zu schlafen? Aus Angst vor den Geistern in deiner Stirn? Vor den Fragen, die sie stellen, den Zweifeln die sie quälen? Den Antworten, die sie nicht haben?
Leben, nicht bloß existieren.
Hören, nicht bloß aufnehmen.
Singen, nicht bloß schweigen.
Schreien, nicht bloß flüstern.
Fragen, nicht bloß Ja-Sagen.
Wüten, nicht bloß aufregen.
Weinen, nicht bloß jammern.
ERLEIDEN, (ER)LEBEN.








