Vor ein paar Tagen sprach mir ein Bekannter und Leser meines Blogs ein großes Kompliment aus. Er konnte sich mit fast Allem identifizieren, was ich in diversen Einträgen versucht hatte zu beschreiben. Er hatte das Gefühl, ich könne mit Worten ausdrücken was er tausende Male gefühlt und gedacht hatte. Versucht hatte in Worte zu fassen und doch gescheitert war.
Es ehrte mich in einem völlig überwältigenden Maße. Ein gutes Gefühl. Nicht nur zu wissen, man ist mit seinem inneren Chaos nicht allein, sondern auch helfen zu können. Ein klitzeklein Wenig. Mit der reinen versuchten Formulierung des Unsagbaren.
Heute ist einer jener Tage, an denen ich mir dieses Gespräch wieder in den Kopf rufe.
Heute ist einer jener Tage, an denen das große, schwarze Durcheinander weder ein noch aus weiß.
Ich bin sprachlos.
Nervös läufst du auf und ab, sanft geschaukelt von Wellen der inneren Unruhe. Nichts ist wichtig, fest und stabil genug um dich aufzuhalten. Du weißt weder wo vorn, noch hinten, geschweige links und rechts ist. Konzentrieren scheitert kläglich. Den Kopf in den Wolken, das Herz schwer und träge tief unter der Erde.
Du setzt dich hin, stehst wieder auf, legst dich hin, und wieder raus.
In Worte fassen kannst du es nicht. Du versuchst es nicht einmal, denn jeder Versuch wäre bloß ein sarakastisches Scheitern.
Sie reden auf dich ein, sagen, fragen und versagen.
Du bist still. Auch wenn du wolltest, kein Ton würde dir entweichen. Du willst.
Laut aufschreien, den Scheiß hinausschreien.
Dein Herz heraus- und die Bilder von der Wand reißen.
Durchdrehen, weinen, wimmern, wieder aufstehen.
Keine Chance.
Du bleibst stumm.
Zuviel. Zuviele Gedanken, Zuviele Gefühle, Zuviele Worte.
Du ertrinkst in der Welle von Erinnerungen. Sie ziehen dich hinab. Auf den dunklen Grund eines Meeres, deiner Selbst. Ein Meer wie es verschmutzter und schwärzer nicht sein könnte.
Das hier ist kein klares Karibikwasser, das hier ist der Antichrist unter den Meerwassern.
Strudel, Felsen, Wellen so hoch und stark, dass sie eine ganze Stadt unterspülen könnten.
Und du kannst nicht schwimmen. Nichtmal ein klein Wenig.
Du läufst immer noch. Den selben Weg mit denselben Schritten.
Schreib es auf, halt es fest, brüll es raus.
...doch deine Stimme versagt.

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