Mittwoch, 24. April 2013

bewusst.

"Try to learn to breathe deeply, really to taste food when you eat, and when you sleep, really to sleep. Try as much as possible to be wholly alive with all your might, and when you laugh, laugh like hell. And when you get angry, get good and angry. Try to be alive. you will be dead soon enough."

-Hemingway
 Kein Gefühl der Welt ist so grausam wie ohne Gefühl zu sein. Nichts lässt sich schwerer ertragen als diese stumpf-schöne Leere. Dieses eine Level, auf dem alles irgendwie so an dir vorüberfließt. Dieses passiv-destruktive Dasein, kontinuierlich monoton. So what? I don´t care.

So bequem und so schön angenehm. Erstarrt, kühl, grazil. Hier geh ich nicht mehr weg, hier bleib ich.
Ihre Pfeile treffen dich nicht, Nichts und Niemand wirft dich aus der Bahn.
Schwebst auf deiner Wolke da oben, unnahbar, einsam, eigentlich nicht da.

Sie lächeln und sie schreien. Sie weinen und sie wüten. Sie hassen und sie treten.
Du nicht, du schwebst.
Auf deiner Wolke da oben, unnahbar, einsam und eigentlich nicht da.

Du entfernst dich, Fremder. Weit weg, und weiterhin konsequent monoton.
Halt an, mein Freund. Bleib hier, bei mir.

Und du lächelst und du schreist. Du wütest und du weinst. Du hasst und du trittst.
Du wusstest nicht warum und wie es dazu kam. Wusstest nicht wer und wann das war. 
Unnahbar, einsam und eigentlich nicht da.

Hass mich, schlag um dich, wein nicht, ich liebe dich. 
Tanz und kreisch, lach mich aus, hör auf, hau drauf.
Heul und fluch ganz ungeheuerlich, verzeih mir und umarm mich.
Alles, mein Herz, nur nicht diese stumpf-schöne Leere. 
Dieses eine Level, auf dem alles irgendwie so an dir vorüberfließt.


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